Neues Deutschland, 03.05.05

Auf Giftmüll-Boden blüht die Landesgartenschau in Leverkusen

Es grünt so grün das Gift….

Jahrzehntelang benutzten Bayer-Konzern und die Stadt Leverkusen die Dhünnaue als Problem-Deponie. Jetzt ist das Gelände eine „grüne Insel“ – Umweltschützer monieren unzureichende Schutzmaßnahmen.

Auf weitläufigen Wiesen tummeln sich Kinder, Familien haben die Picknickdecke ausgebreitet, Liebespaare kuscheln auf Parkbänken, und Senioren schlendern durchs Blütenmeer – doch die Idylle auf der Mitte April eröffneten nordrhein-westfälischen Landesgartenschau trügt. Unter dem Gelände verbirgt sich einer der größten Giftmüllskandale Westdeutschlands, der für die Verantwortlichen zwar Schnee von gestern ist, bei Umweltverbänden aber bis heute als höchst brisant gilt. Jahrzehntelang hatten der Chemiekonzern Bayer und die Stadt Leverkusen die Auen des Flüsschens Dhünn, auf denen nun die Landesgartenschau angelegt ist, als Deponie genutzt. mehr lesen

Quelle: CBG – Landesgartenschau