Unbeteiligt

Das Titelbild zeigt einen Zustand, den kein vernünftiger Mensch akzeptieren möchte. Unrat in der Natur ist kein schöner Anblick und er verseucht unsere Gewässer nachhaltig.

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Bevor dieser Einkaufswagen aus dem Teich verschwindet stehen hunderte Menschen davor und beschweren sich über diese Schweinerei.

Ich habe es erlebt, dass ein Bürger eine leere Flasche auf der Wiese liegen sieht, hingeht und schaut ob es eine Pfandflasche ist und nachdem dies verneint werden muss, diese Flasche wieder auf die Wiese zurück stellt.

„ICH räume nicht den Müll anderer weg“, so die Aussage!

Diese Mentalität zieht sich durch unsere von Konsum gesteuerte Welt, niemand fühlt sich zuständig und das ist erschreckend. Ich selber gehöre zu den Menschen, die sich zwar mehr oder weniger still aufregen, auch mal die Klappe aufreißen aber selten für das Gemeinwohl ernsthaft gekämpft haben. Müll räume ich aber immer wieder mal dort weg, wo er nicht hingehört.

Reicht das?

Der giftige Plan

Heute haben wir ein Problem in unserer Stadt, das wir um 1992 schon einmal hatten.

Die Giftmülldeponie unter Teilen unserer Stadt soll geöffnet werden, obwohl man sie vor Jahren unter einer dicken Erdschicht, einer abdichtenden Plane und dem Gelände der Landesgartenschau versteckt hat. Der Plan war, sie nie wieder anzurühren.

In Leverkusen gibt es leider nur sehr wenige Menschen, die dafür interessieren, dass man nun plant diese hoch gefährliche Giftsuppe wieder an das Tageslicht zu bringen.

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Die Brücke der A1 ist marode und muss dringend durch eine neue Verkehrsführung ersetzt werden. Die einzige Idee, die Straßen NRW dafür entwickelt hat ist, die alte Deponie zu öffnen, Brückenträger dort hinein zu rammen und darauf eine noch breitere Autobahn durch Leverkusen zu führen.

Die Generation des Schweigens

Nun ist das Grund genug, so sollte man meinen, die Stimme zu erheben und Einspruch zu erheben, aber weit gefehlt.

Leverkusen schweigt!

Ja doch, es gibt die ewig protestierende Bürgerliste, die auf Plakaten, mit leblosen Sprüchen versehen in unserer Stadt präsentiert werden. Da ist der Altmeister des Protestes aus Rheindorf, dem ich schon nicht mehr glaube, dass er das Wohl des Bürgers im Sinn hat.

Ich bin ein eher unpolitischer Mensch, habe nur eines im Sinn, nämlich gesund bleiben und der Plan wird mit einer geöffneten Deponie möglicherweise durchkreuzt. Nur aus diesem Grund beteilige ich mich an dem „Pro Tunnelkonzept“

Ich WILL gesund sein und ich möchte, dass auch die Kinder aus meiner Nachbarschaft gesund aufwachsen können. Ich möchte, dass diese niedlichen kleinen Sandburgenbauer, die heranwachsenden Teenager, die mein wohnliches Umfeld durchspülen gesund sind und zu tollen Erwachsenen werden.

Es wundert mich allerdings, dass die Eltern dieser bezaubernden kleinen Nachkommen so still sind und vollkommen gelassen auf ihrer Wohnzimmercouch vor dem riesigen Flat verharren und hoffen, dass der Müll, der Dreck, die Deponie irgendwie aus ihrem Leben verschwinden, ohne dass sie etwas dazu beitragen müssen.

Schon oft an Aufgeben gedacht

Die starre Haltung verschiedener Bündnisse, Intitiativen  und PRO Leverkusen Gruppierungen geht mir sowas von auf den Nerv. Anstatt jede erdenkliche Gelegenheit zu nutzen die Unterstützer in Leverkusen zu pushen, vergräbt man sie schnellstmöglich wieder unter sich, damit als einzig wahre Verkünder aller Wahrheiten eine einzige Liste zu sehen ist!

Ich mache weiter

Ich schreibe weiter, poste weiterhin was ich für richtig halte. Nein, aufgeben hieße sich selber zu verraten und das möchte ich vermeiden. Ich tue die Dinge, die mir persönlich möglich sind, um meine Stimme zu erheben.

 

FÜR Leverkusen

Verfasserin: Elke Bitzer, Leverkusen