„Rezept“ für eine Eimerprobe á la „Straßen.NRW“ „Typ Altlast Dhünnaue“ wie ich sie im vorigen Text erwähnt habe:

1. Man teile die gesamten geplanten Aushubflächen in 13
Bereiche – in die man eingreifen will – ein.
2. Diese Eingriffsbereiche unterteile man anschließend 
nochmals in Teilbereiche.
3. Z.B. Eingriffsbereich 7a = Eingriffsbereich für 6 Pfeiler
im Westkreuz.
4. Im Bereich 7a wurden sieben Bohrungen durchgeführt.
5. Der Bereich 7 a hat eine Länge von ca. 150 Metern.
6. Aus mehreren – nicht allen – Bohrungen des Teilbereiches 7 a
nehme man eine Probe aus dem Bohrgut, welches
mittels einer Schneckenbohrung häufig schon gut
durchgemischt wurde.
7. Alle Proben werden in einen „Mischprobenbereichseimer“
gefüllt.
8. Den Mischprobeneimer kräftig schütteln und mischen.
9. Fertig ist die einzige Mischprobe (MP 1-U) für den Bereich 7a
die Auskunft über die Belastung von sechs Eingriffsbereiche für
Pfeilergründungen innerhalb von ca. 160 Metern geben wird.

10. Analyse der Eingriffsbereichsprobe im Labor.

Ergebnis: Straßen.NRW weiß nun, mit welchen gefährlichen Stoffen man beim Öffnen dieses Teilbereiches rechnen muss.

Die Bereichsproben haben den Vorteil, dass sich mittels der Vermischung aus mehreren voneinander entfernten Bohrungen und der Entnahme von jeweils nur wenig – oder mehr – Deponat aus einer Bohrung automatisch eine Minimierung der Konzentration der Werte ergibt.
Daher kann man aus diesen „Erprobungen“ nicht wissen, wo man auf welchen Stoff in welcher Konzentration treffen wird!